CETA - Glyphosatverbot - Austausch mit Agrarverbänden - Massenproduktion von Soja und Mais

13. September 2017

Was ich der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft geantwortet habe

An die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Landesverband Bayern e.V. – Regionalgruppe Oberland Herrn Walter Mauk

Holzkirchen, 31. August 2017

Sehr geehrter Herr Mauk,

jetzt hat die Beantwortung Ihrer Fragen doch ein wenig länger gedauert – ich bitte Sie als Vorsitzenden der Regionalgruppe Oberland und Ihre Mitglieder um Verständnis. Ich wollte mir zur sorgfältigen Beantwortung Ihrer Fragen in Ruhe Zeit nehmen, dies ist jedoch im Augenblick nicht ganz einfach.

Nachstehend meine Antworten in der Reihenfolge entsprechend Ihrem Schreiben:

Ich persönlich würde CETA in der vorliegenden Form nicht zustimmen. Auch die BayernSPD hat CETA bereits 2016 eindeutig abgelehnt.

Der Rat von Agrarverbänden wie der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und dem Bundesverband deutscher Milchviehhalter ist mir wichtig und ich halte einen regelmäßigen Austausch für wünschenswert.

Ich bin ohne Wenn und Aber für ein Verbot von Glyphosat. Die negativen Folgen auch und gerade für eine gesunde Landwirtschaft sind hinreichend bekannt (zum Beispiel hinsichtlich der Bienenschädlichkeit). Eine Grüne Gentechnik, deren Anwendung mit Glyphosat verbunden ist, ist für mich nicht zustimmungsfähig.Die negativen Auswirkungen des Glyphosateinsatzes auf Bodenlebewesen und die Gesundheit von Mensch und Tier ist uns bekannt.

Ich bin dafür die Forschung und Beobachtung hierzu zu intensivieren, um einem Glyphosatverbot eine solide wissenschaftliche Grundlage zu geben. Dazu ist es selbstverständlich erforderlich, wirklich unabhängige Gutachten von deutschen Universitäten einzuholen.

Von der derzeitigen Massenproduktion von Soja und Mais in Südamerika profitieren nur Großkonzerne. Sie schadet den Kleinbauern in Südamerika und Afrika und auch unserer Landwirtschaft. Ähnlich schädlich ist z.B. die Tätigkeit chinesischer Konzerne in vielen afrikanischen Ländern. In all diesen Fällen ist die Tätigkeit dieser Konzern sozial, ökologisch und letztlich auch volkswirtschaftlich schädlich. Wenige Kapitaleigner profitieren, hunderttausende von Menschen weltweit haben Nachteile dadurch.

Die kanadische Milchmarktordnung war mir bisher nicht bekannt - klingt aber gut durchdacht. Ich werde mich damit befassen.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Hannes Gräbner, Ihr SPD-Bundestagskandidat

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