„Die Ernährung muss so regional wie möglich erzeugt werden“

15. September 2021

SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl zu Gast in der Naturkäserei Tegernseer Land in Kreuth

Holzkirchen, 15.09.2021 - Am Freitag, den 10.09. erwartete die SPD im Landkreis Miesbach Besuch aus Brüssel. Der Kreisvorsitzende und Bundestagskandidat Hannes Gräbner empfing um 19 Uhr in der Naturkäserei Tegernseer Land in Kreuth die SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl zur Diskussionsveranstaltung: „Lebensmittel mit Zukunft: Klima- und Verbraucherschutz und regionale Verarbeiter“. Die zahlreichen, sehr interessierten Besucher*innen erwartete ein kurzweiliger, informativer Abend, der zum Nachdenken einlud.

Die Vorstandsvorsitzende der Naturkäserei Tegernseer Land eG, Sophie Obermüller, führte die zahlreichen Gäste während eines exklusiven Betriebsrundgangs durch die Naturkäserei. Von der vierbeinigen Erzeugerin bis zum fertigen Käse auf dem Teller lernten ihre aufmerksamen Zuhörer*innen interessante Aspekte über Milchverarbeitung, Qualitätsunterschiede und die vielfältigen Herausforderungen der Milchbauernhöfe im Landkreis kennen. Ebenso anschaulich schilderte die Vorstandsvorsitzende die Entstehungsgeschichte der Naturkäserei von ihren Anfängen bis heute.

„Ich freue mich jedes Mal, wenn ich einen Betrieb wie diese Naturkäserei kennenlernen darf. Denn ich finde, die Ernährung muss so regional wie möglich erzeugt werden“, so die Europaabgeordnete Noichl. „Hier wird gezeigt, dass nachhaltiges Erzeugen, wunderbarer Geschmack, Respekt vor Tieren und der Umwelt sowie wirtschaftlicher Erfolg keine Gegensätze sind“, so die 54-jährige gebürtige Rosenheimerin. „Geschmack und Gewissen müssen untrennbar sein!“ Noichl führte anschließend die „kranken" europäischen und weltweiten Lieferzusammenhänge auf: „Warum gibt es im agrarstarken Neuseeland bayerische Milch zu kaufen? Warum muss in Brasilien Regenwald weichen, damit Sojapflanzen zur Viehfuttererzeugung dort wachsen können? Warum konnte die EU-Delegation bei den jahrelangen Verhandlungen um das Freihandelsabkommen mit der südamerikanischen Wirtschaftsunion MERCOSUR argentinisches Rindfleisch nicht explizit von der Liste der bevorzugten Produkte ausschließen? Und wie ist eigentlich die Klimabilanz von Hunde- oder Katzenfutter?“

„Nachhaltige, regional erzeugte Ernährung ist ein ungemein wichtiger Faktor beim Klimaschutz. Leider geht er viel zu oft bei Debatten um Elektroautos und Lastenfahrräder unter“, resümiert SPD-Bundestagskandidat Hannes Gräbner. „Maria Noichl hat mit ihrem Besuch die Komplexität des gesamten Themas aufgezeigt und dass wir weit entfernt von einfachen Lösungen, gerade auf EU-Ebene sind; das regt sicher zum Nachdenken an.“

Teilen